Herzensangelegenheit Dr. Eiss: Chirurgischer Zahnerhalt

Was ist Ihre Herzensangelegenheit?

Mein Anliegen im Bereich der Zahnchirurgie ist die chirurgische Zahnerhaltung.

Bei geschädigten Zähnen kommt es heutzutage häufig vor, dass man es mit einer natürlichen Zahnerhaltung gar nicht erst versucht. Stattdessen wird der Zahn direkt entfernt und durch ein Implantat ersetzt. Dies ist oft nicht nötig, denn es gibt verschiedene Möglichkeiten, den betroffenen Zahn noch zu retten – beispielsweise mit einer Wurzelspitzenresektion. In besonderen Fällen kommt manchmal auch ein Knochenaufbau in Frage.

Warum investieren Sie genau in dieses Thema Zeit und Engagement?

Es ist so: Ich hatte mal eine Patientin, die eine Wurzelspitzenresektion bekommen sollte und dahingehend auch von ihrem Zahnarzt an einen MKG-Chirurgen überwiesen wurde. Der Kollege, bei dem sie gelandet ist, hat ihr dann allerdings gesagt, dass er keine Wurzelspitzenresektion macht und stattdessen direkt implantieren will – und wenn sie das nicht möchte, wäre sie bei ihm nicht in der richtigen Praxis. Die Patientin ist daraufhin gegangen, denn sie fühlte sich verständlicherweise falsch behandelt.

Nachdem dieser MKG-Chirurg sie weggeschickt hat, hat ein Bekannter ihr unsere Praxis empfohlen und wir haben die vorgesehene Behandlung anstandslos, ohne große Probleme und mit Erfolg vorgenommen. Es gibt natürlich auch Grenzfälle, wo man sagt, man kann es mit der Zahnerhaltung probieren, es ist vielleicht einen Versuch wert, wir können aber nicht sicher sagen, ob es gut geht oder nicht – das war hier aber nicht einmal der Fall. Bei dieser Patientin war die Prognose für die Zahnerhaltung günstig und auch möglich.

Mittlerweile findet man in der Zahnmedizin immer wieder die Behandlungspraxis, dass Zähne vorschnell entfernt werden. Nicht jeder macht sich die Mühe, nochmal alles zu geben, um einen Zahn zu erhalten, auch wenn das nicht viel Geld bringt. Aber da sollte man als Arzt ethisch klare Vorstellungen haben. Es geht in erster Linie um den Patienten, und nicht um den eigenen Geldbeutel. Natürlich muss ich auch Geld verdienen, aber die Erfahrung, die ich in über 20 Jahren als MKG-Chirurg in Berlin gemacht habe, ist: Wenn man ordentlich und gewissenhaft arbeitet, dann kommen ganz automatisch auch genügend
Patienten in die Praxis. Denn diese Leute merken, dass wir es nicht darauf anlegen, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Wie findet die Umsetzung statt?

Revision der WurzelbehandlungIm Vorfeld muss man durch eine Röntgendiagnostik möglichst genau beurteilen, ob es sich lohnt, den Zahn zu erhalten. Manchmal sind hier auch 3D-Aufnahmen sinnvoll, anhand derer man genau sehen kann, wo der Knochendefekt lokalisiert ist.

Es handelt sich ja meistens um Zähne, denen durch Knochenabbau das Zahnbett fehlt. Wenn dagegen ein Zahn so kaputt ist, dass die Zahnhartsubstanz fehlt und er überkront werden muss, ist die Behandlung nicht unser Job, denn wir bieten als MKG-Chirurgen keine Prothetik an. Bei einem Knochenabbau können folgende Ursachen vorliegen : Entweder der Patient hat eine Parodontose – es handelt sich dann also um Knochenabbau insgesamt an allen Zähnen- oder aber
es kommt bei einzelnen Zähnen zum Knochenabbau, weil z.B. die Zähne tot sind. Dabei kann es zu einer Entzündung um die Wurzelspitze des wurzelgefüllten Zahnes herum kommen. In diesem Fall stellt sich zunächst die Frage, ob eine Wurzelspitzenresektion diesen Zahn nochmal erhalten kann. Hier versuchen wir zuerst, die kleineren Maßnahmen zu ergreifen, statt direkt einen Knochenaufbau vorzunehmen.

Nur dann, wenn es sich um einen sehr starken Knochenabbau handelt, kann es sinnvoll sein, den Knochen wieder aufzubauen. Das Risiko-Nutzen-Verhältnis muss aber mit dem Patienten zusammen sehr genau überlegt werden, weil ein Knochenaufbau eine Privatleistung ist und nur von einer Privatversicherung bezahlt wird. Denn sollte diese Behandlung hinterher doch nicht erfolgreich sein und der Zahn müsste gezogen werden, hätte der Patient unnötigerweise Geld ausgegeben. Und das wollen wir möglichst verhindern.

Wenn man also eine erfolgreiche Zahnerhaltung nicht garantieren kann und es keine Privatversicherung im Hintergrund des Patienten gibt, die das Ganze zahlt, muss man gemeinsam überlegen, ob diese Methode sinnvoll ist.

Warum lohnt sich dieses Engagement für Sie?

Finanziell lohnt es sich für mich nicht direkt. Aber ich finde, dass jeder Mensch eine ordentliche Behandlung verdient hat und nicht abgezockt werden sollte. Ich tue das auch, damit ich mit mir im Reinen bin. Ich möchte einen Menschen so behandeln, wie ich selber behandelt werden möchte. Es ist sicherlich auch eine persönliche Sache, denn ich bin überzeugter Christ, und mein Statement lautet: Jeder Mensch, der durch die Welt geht, ist ein von Gott
geliebter Mensch. Und genau so sollte ich ihn auch behandeln.

Mehr über Dr. Matthias Eiss und seine Praxis erfahren Sie hier.
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