Meine Herzensangelegenheit ist die Zahnärztliche Schlafmedizin. Die Schlafmedizin ist eine noch recht junge Disziplin der Allgemeinmedizin. Sie beschäftigt sich mit der sogenannten Schlafapnoe, also mit nächtlichen Atemaussetzern.
Diese können entweder neurologische Ursachen haben oder aber dadurch entstehen, dass die Zunge im Schlaf zurück in den Rachen fällt und die Atemwege verdeckt. Bei letzterem spricht man von einer obstruktiven Schlafapnoe. In diesen Fällen kann ich als Zahnärztliche Schlafmedizinerin oft helfen. Entscheidend ist dafür die Schwere der Schlafapnoe.
Besonders schwere Fälle können nur mit einer Maske, die den Patienten bei Atemaussetzern beatmet, behandelt werden. Leichte und mittelschwere Fälle lassen sich aber mit einer Schiene behandeln, die den Unterkiefer nach vorne schiebt und die Zunge so am Zurückfallen hindert. Solche Schienen fertige ich für meine Patienten an.

Ich bin durch den Leiter unseres örtlichen Schlaflabors auf das Thema aufmerksam geworden. Er hatte mich gefragt, ob ich Interesse habe, mich in diesem Bereich fortzubilden. Traditionell werden die meisten Schlafapnoepatienten mit der Beatmungsmaske behandelt. Bei vielen ist aber eine Therapie mit Schienen möglich und völlig ausreichend. Erfahrungsgemäß werden die Schienen auch wesentlich besser angenommen als die Masken, da sie weniger Umstände machen und sich angenehmer tragen lassen.
Das Engagement lohnt sich für mich, weil ich immer wieder erlebe, wie sehr ich den Patienten helfen konnte. Die Schlafapnoe beeinträchtigt den Schlaf sehr, viele Betroffene sind ständig müde und unausgeruht.