Herzensangelegenheit Dr. Schröder: Schulprojekt in Swasiland

Was ist Ihre Herzensangelegenheit?

Landschaft in SwasilandMeine Herzensangelegenheit ist die Bhekephi Primary School in Swasiland. Dort gehen jeden Tag 800 Kinder zur Schule, denn in Swasiland herrscht Schulpflicht. Leider kümmert sich jedoch von Seiten des Staates niemand darum, dass die Schulpflicht auch angemessen umgesetzt werden kann. So ist die Schule viel zu klein für so viele Schüler, die Klassen sind mit jeweils rund 45 Schülern völlig überfüllt. Außerdem fehlt der Platz für eine Bibliothek, in der die Schulbücher gelagert werden könnten.

Swasiland ist ein armes Land und die Schüler dort leben in ärmlichen Verhältnissen. Was durch die Schuluniformen nicht direkt auffällt, wird an den Schuhen sichtbar: sie sind kaputt, haben keine Schnürsenkel oder fehlen komplett. Die Aidsrate in Swasiland liegt bei 45%, viele Kinder sind krank, viele haben ihre Eltern verloren und werden von ihren Geschwistern großgezogen. In die Schule kommen sie unter anderem auch, weil sie dort eine warme Mahlzeit bekommen. Eine Köchin kocht dort jeden Tag für die 800 Kinder.

Meine Frau und Ich haben ein Spendenprojekt ins Leben gerufen, um die erforderlichen 15.000-20.000 Euro für ein neues Gebäude zu sammeln. So kann die Schule eine Bibliothek bekommen und hat genug Platz für alle benötigten Klassenräume. Dieses Projekt liegt mir sehr am Herzen.

Warum investieren Sie genau in dieses Thema Zeit und Engagement?

2018 habe ich mit meiner Familie Urlaub in Südafrika gemacht, da ich dort beruflich immer wieder zu tun hatte. Wir entschlossen uns, auch Swasiland zu besuchen, um das Land kennenzulernen. Da meine Frau Erzieherin ist, wollte sie gerne einen Kindergarten und eine Schule besuchen. So kamen wir an die Bhekephi Primary School und waren sehr schockiert ob der großen Armut.

Den Kindern und der Schulleitung haben wir angemerkt, dass sie über das Interesse der weißen Besucher an ihrer Schule sehr überrascht waren. Das kannten sie so nicht. Im Gespräch mit der Schulleiterin erfuhren wir von der Raumnot und ihrem Wunsch, ein neues Gebäude für eine Bibliothek zu bauen.

Wir sind uns unseres unglaublichen Reichtums im Vergleich mit den Kindern in Swasiland sehr bewusst und wollten gerne etwas davon teilen. Wir wissen, dass wir hier die Möglichkeit haben, das Geld, dass dort so dringend gebraucht wird aufzutreiben. Wir möchten den Menschen dort zeigen, dass sie nicht egal sind und dass ihre Not gesehen wird.

Wie findet die Umsetzung statt?

Dr. Dominik Schröder

Da meine Frau bei der Kirche arbeitet, konnten wir darüber unkompliziert ein Spendenkonto erstellen. So schaffen wir es, alle Wege kurz zu halten, sodass das Geld schnell und unkompliziert in Swasiland ankommt. Wir arbeiten ehrenamtlich für das Projekt, sodass jede Spende bis auf den letzten Cent der Schule zugutekommt.

Eigentlich war es geplant, dass ich jetzt, im März 2020, nach Swasiland fliege, um den aktuellen Fortschritt zu begutachten und Lehrern und Kindern zu zeigen, dass sie uns nach wie vor sehr am Herzen liegen. Durch die Corona-Krise ist das nun leider nicht möglich, ich werde es aber nachholen. Von den Verantwortlichen vor Ort habe ich erfahren, dass zuletzt das Dach aufgesetzt wurde.

In der Zwischenzeit bemühen wir uns darum, Spender zu finden und investieren selbst neben Zeit natürlich auch Geld in das Projekt. Fotos der Schule und Informationen zum Spendenkonto finden sich auf meiner Homepage: http://www.schroeder-dent.de/schulprojekt-swasiland/.

Warum lohnt sich dieses Engagement für Sie?

Es liegt mir am Herzen, etwas von dem Überfluss in dem ich lebe weiterzugeben. Das betrifft nicht nur Geld, sondern auch die privilegierten Möglichkeiten, mit denen ich hier in Deutschland lebe.

Immer wieder wird mir neu bewusst, wie groß die Not dort ist und ich bin froh, etwas tun zu können. Gerade jetzt, während der Corona-Krise, ist die Lage in Swasiland für viele sehr schlimm. Alle müssen zuhause bleiben. Das heißt, dass die Kinder die übliche warme Mahlzeit in der Schule nicht bekommen. Auch die Tagelöhner, die auf der Baustelle an der Schule arbeiten, haben Ausgangssperre. Diese Menschen sterben nicht an Corona, sondern am Hunger, denn ohne die regelmäßigen Einnahmen bleibt ihnen nichts zum Leben.

Es ist mir wichtig, bei so einer Not nicht wegzusehen. Die bescheidene Dankbarkeit der Schüler und der Schulleitung sind der Lohn für mein Engagement.

Mehr über Dr. Dominik Schröder und seine Praxis erfahren Sie hier.
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